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C O N T E N T
hypermetas

in internet, nobody knows that you´re a dog.

identität im internet ist flüchtig. das ich kann beliebig angepasst werden.
der selbstversuch zeigte jedoch - ziemlich ernüchternd - das funktioniert nur soweit es das ICH auch zulässt. nicht jedes ego mag es, angepasst zu werden. gar nicht einstellen mag sich die fluidität, lehnt man es ab, andere anzulügen.
geschlechtlich nicht eindeutig zuzuordnende nicknames reichen auch nicht aus, um sich in eine andere identität zu begeben. nicht mit mir kommuniziert man anders, weil man mich wahlweise für frau oder mann hält - ich kommuniziere anders, weil ich mich wahlweise als frau oder mann produziere. dementsprechend fällt die resonanz unterschiedlich aus. ob das abhängig vom geschlecht ist - anhand dieser beobachtungen nicht verifizierbar. sehr wohl verifizierbar: ich kommuniziere mit männern und frauen anders.
und ich konnte versuchen, was ich wollte, mich nennen, wie ich wollte - das ego kam durch. egal, wie sehr ich versuchte, jemand anderes zu werden, ich wurde doch nur immer mehr ICH.
damit habe ich zumindest niemanden angelogen. außer mich selbst, phasenweise.
was habe ich also gelernt? mein ego ist nicht anpassungsfähig? oder vielleicht zu sehr - ich werde, was ich vorgebe? unwahrscheinlich, die letzte möglichkeit.
28.2.07 12:38


3rd wave feminism?

Ich schein von Haraways Cybog-Theorien nicht wegzukommen. Dabei habe ich mich nie als Feministin verstanden - und kann ihr Manifesto nicht wirklich nachvollziehen.


Neue Impulse von Karen Dias´Artikel über Online-Hungern. Intensive Beschäftigung mit Nicht-Essen als Feminismus? Anpassung an gängige Schönheitsideale als Feminismus? Ich muss es nochmal lesen, bevor ich mich dazu äußern kann.
Jedenfalls auch eine Art der Überwindung von Körperlichkeit.
Vielleicht ist Transzendenz doch das, was wir alle suchen? Egal, mit welchen Mitteln?


Die Artikel zum Vergleich:
Karen Dias .
Manifesto for Cyborgs
21.12.06 12:30


hypertextuelles

die kunstform dieses jahrzehnts ist das sample. der remix. das sag nicht ich, das sagt natürlich der spiegel, wer sonst, aber diesmal könnte er recht haben.


mashup .


der average internet-user bewegt sich im web , folgt hyperlink nach hyperlink - gut, der AVERAGE user tut das so nicht, der fragt google und gut ist, aber man vergebe mir an dieser stelle die verallgemeinerungen - und so formt sich so in seinem kopf der hypertextuelle mix der informationen. musik, kino, fotografie zitieren nicht mehr nur, was vorher schon an musik, kino und fotografie da war, sie verbinden genres, vermengen sie zu einem neuen werk, eine meta-popkultur. die bildende kunst macht sowieso nichts anderes.


und die literatur? wo bleibt der echte hypertext, der wahre remix, zufällig gwürfelte worte aus anderer feder, neu zusammengefügt zu einem eigenständigen produkt? (steht hier mal wieder so etwas profanes wie das copyright im weg?) man nehme shakespeare, die gebrauchsanweisung der waschmaschine, goethes faust, stephen king, den wetterbericht von hürt-karthscheuren und das aktuelle vorlesungsverzeichnis, drücke auf remix, löscht hier vielleicht noch ein bisschen raus, ersetzt jedes "haus" mit "autobahnausfahrt" und jedes "gehen" mit "schneiden" - ein text, der durchaus als eigenständig anerkannt werden kann. aber kein hypertext. ein maschinengenerierter text, das ist alles.
(sind waschmaschinen-gebrauchsanweisungen kunst? sind´s wetterberichte? wenn kunst wahrheit ist und wetterberichte real und realität ist wahrheit, dann sind wetterberichte kunst. falsches auschlussverfahren, aber wen interessiert´s?ALLES ist kunst. kunst hängt vom rezipienten ab.)


für den wahren hypertext verlinke man nun jede passage, besser noch jedes wort eines beliebigen textes zu jedem werk, wo das wort ebenfalls erscheint, man verknüpfe alles mit allem, der nutzer klickt sich durch, von wort zu wort, dabei ensteht ein text, zufällig oder kausal, was macht das schon, und würde jemand diesen text aufschreiben, entstünde eine eigene geschichte, eine pro nutzer, viele pro nutzer, unzählige.


mashup .


auch das war eins.
technisch möglich? komplett unsinnig? infomation overload?
was solls? wahrscheinlich machts ja eh keiner.
29.9.06 19:44


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