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C O N T E N T
06.09.2005

Morgen beginnt das Festival.

Nochmal langsam, zum "auf-derZunge-zergehen-lassen":
Morgen beginnt das Festival.

Leider fühle ich mich gar nicht danach. Von Aufregung oder Adrenalin-Stößen ist rein gar nichts zu spüren - dafür um so mehr von Erschöpfung und Ausgebranntheit. Beherrschend ist der Wunsch, dass alles so schnell wie möglich vorübergeht - und die Befürchtung, das die nächsten Tage sich tatsächlich ziehen werden wie Kaugummi.
Letztes Jahr noch in der VIP-Lounge beschäftigt, hatte ich das große Glück, den halben Tag aus dem Büro raus zu sein, weg von dem, was man die Wochen davor eh schon viel zu viel gesehen hat und endlich mal von anderen Menschen umgeben.
Das ist auch das, wonach ich mich jetzt sehne: mal andere Gesichter um mich rum zu haben, andere Gespräche zu führen - und vor allem mal weniger gestressten Menschen in meinem Umfeld zu haben.
Diesmal habe ich dieses Glück leider nicht. Bin für den Büro-Infomationsdienst eingeteilt - bleibe also hier, in direkter Reichweite aller Stress- und Wutanfälle. Wünsche mich jetzt schon manchmal zu den Aufbauern - die sind wenigstens gut drauf.

Daneben gibt es natürlich auch Erfolgsmeldungen: Augustheft, Programmheft und Katalog erschienen, wenn auch alles ein wenig spät. Der Katalog sieht wahnsinnig sexy aus, damit hab ich mal so richtig was zum Angeben - das Superfeature in meinem Lebenslauf.

Gerade kann ich mich aber nicht wirklich über etwas freuen - und, so traurig es ist, ich kann mich auch nicht auf das Festival freuen. Im Moment mach ich mir nur Sorgen, dass alles nicht richtig durchdacht ist und mächtig in die Hose gehen wird, voraufhin wochenlang nur schlechte Stimmung herrscht...
Nightmares...

Okay, positiv denken, wird schon schiefgehen, wird schon alles organisiert werden, auch wenn ich heute abend kein bisschen Vorfreude und kein bisschen positiven, anspornenden Stress verspüren kann, sondern nur Abgeschlafftheit und Angst.
Ich wünschte, das wäre anders.
Ich wünschte, ich dürfte wenigestens wieder nur VIP-Lounge-Kellnerin spielen und hätte nicht so viel Verantwortung.
Ich wünsche mir, dass alles gut wird.

Morgen beginnt das Fetsival.
6.9.05 21:40


29.09. - Das Ende

Letzter Arbeitstag.
Bin seit etwa zwei Wochen auch mehr am Rumdängeln als am Arbeiten, manchmal schon etwas verzweifelt auf der Suche nach Beschäftigung. Ruhepause nach den stressigsten Phasen.

Ich bin froh, alles hinter mir zu haben, mich jetzt wieder auf Studium und andere Sachen konzentrieren zu können, mal wieder andere Leute zu sehen - 3 Monate lang 20 Stunden am Tag die selben Nasen, das geht auf keine Kuhhaut. Zumindest nicht auf meine. Endlich auch wieder Zeit für Partys - freiwillig, ohne nachher aufzuräumen. Na ja, von den Uni-Partys mal abgesehen.

Dieses Jahr waren wir wirklich keine Party-People. Habe ja in der heißen Phase jede Nacht lang bis 3 oder länger gearbeitet, da fehlte die Energie zum Feiern.

Gestern nach langem mal wieder getanzt. Dabei festgestellt, dass ich doch ein wenig meine Homies aus dem kleinen Hildesheim vermisse. Allein, um mal wieder über andere Dinge zu reden. Weil man sich länger kennt, mehr gemeinsame Erfahrungen teilt als nächtelanges Korrekturlesen und nervige Bildbearbeitungsprogramme oder das derzeitige Arbeitsklima (gut, teilweise teile ich diese Erfahrungen auch mit Menschen aus Hildesheim :-) )

Als Fazit: es war anstrengend, es war stressig, ich bin mehr als einmal über meine Schmerzgrenze gegangen, ohne dabei aber wirklich meine beste Leistung zu zeigen - was besonders frustrierend ist.
Trotzdem hat es Spaß gemacht, das kann ich nicht leugnen. Redaktionelle Arbeit ist und bleibt das, was ich machen will - auf den Rest hätte ich verzichten können, Info-Management ist irgendwie nichts für mich, ich hab mir da wirklich für das falsche Studium entschieden :-).
Nächstes Jahr wieder? Ich glaube kaum, dass ich nochmal eingestellt würde. Abgesehen davon ist es auch zeit für was anderes - und noch ganz viel abgesehener davon möchte ich nächstes JAhr um diese Zeit an meiner Magisterarbeit sitzen! Fünf Jahre Studium sind genug!

Es sei denn... ja, es sei denn, ich könnte mich da vielleicht, eventuell, unter Umständen bei einem kleinen, feinen Filmfestival in Gent bewerben... Anfang Oktober...mein Flämisch auffrischen. Und MAgister-Arbeit dann danach.

Mal sehen.
29.9.05 15:57


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